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Fragen und Antworten rund um die Katastermodernisierung
in Nordrhein-Westfalen



A L K I S®




ALB und ALK laufen doch gut. Warum ein neues System?

Mit der Entwicklung von ALB und ALK sowie mit der Überführung des Buch- und Kartennachweises des Liegenschaftskatasters in diese Systeme hat die Vermessungs- und Katasterverwaltung hervorragendes geleistet. Beide Systeme bauen aber auf Konzeptionen der 70er und 80er Jahre auf, die heute an ihre Grenzen stoßen. Eine Pflege dieser "Altsysteme" wird aus technischer Sicht nur noch für eine Restlaufzeit zu gewährleisten sein. Mit dem neuen Standard "ALKIS®" erhalten die künftigen Geobasisdaten eine Struktur, die in vollem Umfang internationalen Normen entspricht.  zum Seitenanfang


Was ändert sich für Nutzer, die bisher schon Geobasisdaten des Liegenschaftskatasters beziehen?

Nutzer, die bisher Buch- und Kartendaten aus dem automatisiert geführten Liegenschaftskataster beziehen, müssen mehrere Schnittstellen lesen: die EDBS (Kartendaten), die LBESAS und die WLDG in unterschiedlichen Ausprägungen (Buchdaten). Hinzu kommen möglicherweise von Anbieter zu Anbieter unterschiedliche Inhalte und firmenspezifische Schnittstellen. Mit der Umstellung auf ALKIS® erhält der Nutzer alle Daten des Liegenschaftskatasters nur noch über eine Schnittstelle, die NAS (Normbasierte Austauschschnittstelle). Damit entfällt die Übergabe redundanter Informationen, die Modellierung von Buch- und Kartendaten ist einheitlich. Die Nutzer von Geobasisdaten müssen sich somit auf neue Schnittstellen mit anderen Strukturen einstellen. Zur Sicherstellung eines geordneten Umstellungsprozesses werden die bisherigen Schnittstellen für eine Übergangszeit leicht modifiziert weiterhin zur Verfügung stehen.
Ergänzend werden Nutzer künftig vermehrt Informationen dienstebasiert über das Internet auf der Grundlage sogenannter interoperabler Schnittstellen bereit gestellt bekommen. Die Katasterschnittstellen werden ihre Bedeutung behalten.   zum Seitenanfang


Werden nur die Daten des Liegenschaftskatasters auf den neuen Standard umgestellt?

Alle Geobasisinformationssysteme der Vermessungs- und Katasterverwaltung werden auf internationale Normen umgestellt. Also auch die Daten, die den kartographischen Produkten und dem Raumbezugssystem der Landesvermessung zu Grunde liegen. Mit den sich so ergebenden drei Geobasisinformationssystemen
- Amtliches Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS®)
- Amtliches-Topographisch-Kartographisches-Informationssystem (ATKIS®)
- Amtliches-Festpunkt-Informationssystem (AFIS®)
hat die "Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland" das sogenannte 3-A-Konzept geschaffen. Ergänzend steht das 3A-Basisschema für die Beschreibung von Fachsystemen zur Verfügung.  zum Seitenanfang


Wann erfüllt ein "Geographisches Informationssystem (GIS)" die Voraussetzungen nach dem AAA-Konzept?

Das AAA-Konzept beschreibt die externe Sicht auf die Geobasisdaten und deren Strukturen. Firmen erstellen auf Grundlage des AAA-Konzeptes GIS-Software. Dabei berücksichtigen sie die von ihnen unterschiedlich genutzten GIS-Technologien in entsprechenden internen Strukturen und Prozessen. Entscheidend ist, dass die unterschiedlichen GIS-Verfahrenslösungen über genormte Schnittstellen widerspruchsfrei Geobasisdaten austauschen können - die externe Sicht somit immer identisch ist.  zum Seitenanfang


Weist das AAA-Konzept noch weitere Vorteile gegenüber der bisherigen Führung der Geobasisdatenbestände auf?

Die Geobasisdaten wurden nicht nur einheitlich modelliert, sondern auch harmonisiert. Gleiche Objektarten in unterschiedlichen Geobasisinformationssystemen stimmen deshalb inhaltlich und in der Bedeutung überein. Alle Geobasisinformationssysteme haben künftig die einheitliche Schnittstelle NAS. Dadurch ergibt sich eine bisher so nicht realisierte ganzheitliche Sicht auf die Daten der Geobasisinformationssysteme:
Grafik - AAA Vorteile
Hervorzuheben ist auch, dass ALKIS® in NRW über einen vollständigen und durchgängigen Historiennachweis verfügen wird. Damit wird es möglich sein, frühere Zustände des Katasternachweises stichtagsbezogen zu rekonstruieren. zum Seitenanfang


Akzeptiert die GIS-Wirtschaft die neuen Standards?

Alle namhafte Firmen haben sowohl bei der Entwicklung der internationalen Standards, als auch am AAA-Konzept mitgewirkt. Deshalb wird die Realisierung von AAA-konformen Geobasisinformationssystemen auch firmenseitig auf breite Zustimmung stoßen. zum Seitenanfang


Wann kommen ALKIS®, ATKIS® und AFIS®?

Bundesweit ist mit der Einführung von ALKIS® ab 2007 zu rechnen. Die Produktion mit ALKIS®-Verfahrenslösungen in der Breite wird in den Jahren 2008 bis 2010 erwartet. Diese Einschätzung trifft auch auf Nordrhein-Westfalen zu. zum Seitenanfang


Worauf müssen sich die Nutzer einstellen, die bisher ALK und ALB genutzt haben?

Künftige Datenschnittstelle ist die NAS. Zusätzlich werden übergangsweise auch noch die Datenformate "EDBS" und "WLDGGB" aus dem ALKIS abgeleitet (rückmigriert) werden. Während hinsichtlich der Daten des Buchwerks die Rückmigration weniger problematisch ist, lassen sich die EDBS-Daten nur mit Einschränkungen aus ALKIS®-Daten ableiten. Hier muss man sich auf die wesentlichen Katasterinformationen beschränken: Flurstücke, Gebäude, Verwaltungseinheiten, Lagebezeichnungen. Die großflächigen Nutzer von Liegenschaftskartendaten, wie z.B. die Leitungsbetreiber, haben bereits signalisiert, dass ihnen diese Rückmigration inhaltlich übergangsweise genügt.

Ergänzend werden Nutzer künftig vermehrt Informationen dienstebasiert über das Internet auf der Grundlage sogenannter interoperabler offener Schnittstellen bereit gestellt bekommen. Die Katasterschnittstellen werden ihre Bedeutung behalten. zum Seitenanfang


Was heißt dienstebasiert bereitstellen?

Der Nutzer bestellt nicht das Produkt bei der zuständigen Behörde, sondern es wird im Internet ein Dienst bereitgestellt, wo er sein Produkt eigenständig auswählen und das Ergebnis herunterladen, bzw. sich zuschicken lassen kann. zum Seitenanfang


Was tritt an die Stelle des bisherigen "Bezieher-Sekundärnachweis (BZSN)" für die Liegenschaftskarte und an die Stelle der bisherigen Änderungsdatensätze WLDGE für die beschreibenden Liegenschaftsdaten?

Eine fortlaufende Aktualisierung der Sekundärnachweise durch Übergabe nur der Änderungsdaten ist auch im ALKIS®-Verfahren sicher gestellt. An die Stelle von BZSN und WLDGE tritt dort die "Nutzer-bezogene Bestandsdatenaktualisierung (NBA)".

Eine Rückmigration der NBA ist weder in das Verfahren BZSN noch in die Änderungsdatensätze WLDGE möglich. Nach Umstellung einer Katasterbehörde auf ALKIS® werden Nutzer also keine BZSN- bzw. WLDGE-Daten mehr erhalten. Eine kontinuierliche Fortführung der Sekundärdatenbestände wird dem Kunden nur möglich sein, wenn es ihm gelingt, NBA-Daten für seine Zwecke auszuwerten.

Ergänzend werden Nutzer künftig vermehrt Informationen dienstebasiert über das Internet auf der Grundlage sogenannter interoperabler offener Schnittstellen bereit gestellt bekommen. Die Katasterschnittstellen werden ihre Bedeutung behalten. zum Seitenanfang


Wird mit dem Übergang auf die AAA-Lösung das Angebot der Vermessungs- und Katasterverwaltung eingeschränkt?

Alle bisher landesweit genutzten Produkte werden auch künftig angeboten - analog wie digital. Das gilt gleichermaßen für Auszüge aus dem Liegenschaftskataster wie auch für Produkte der Landesvermessung.

IM ALKIS/ETRS89-Workshop bei der BR Arnsberg am 04.12.2006 wurde intensiv die Zukunft der Grundkarte – im Raster- und im Vektorformat – diskutiert. Letztere ist im Rahmen der Migration in die Amtliche BasisKarte überführbar; die DGK5-Raster ist jedoch nicht in das AAA-Modell überführbar. Da die Amtliche Basiskarte ein Standardprodukt des Landes ist, müssen die DGK5-Rasterdaten mittelfristig zu Gunsten der ABK aufgegeben werden. zum Seitenanfang


Welche Auswirkungen hat ALKIS® auf Fachdatenbestände?

In jedem Falle muss sich der Nutzer auf die neuen Datenschnittstellen NAS und NBA einstellen. Erforderlichenfalls in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen GIS-Anbieter müssen Konverter entwickelt werden, die ALKIS® (ATKIS®, AFIS®)-Daten auf das Fachinformationssystem abbilden.

Ergänzend werden Nutzer künftig vermehrt Informationen dienstebasiert über das Internet auf der Grundlage sogenannter interoperabler offener Schnittstellen bereit gestellt bekommen. Die Katasterschnittstellen werden ihre Bedeutung behalten. zum Seitenanfang


Haben die internationalen Normen und Standards Auswirkungen auf Fachdatenbanken?

Es ist zu erwarten, dass alle Anbieter von GIS ihre Systeme zumindest mittelfristig auf die internationale Normung ausrichten werden, da eine solche Maßnahme am ehesten die Gewähr bietet, dass Geodaten unterschiedlicher GIS-Systeme miteinander kompatibel sein werden.

Die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder hat von vorneherein für das AAA-Konzept eine variable Anbindung von Fachdatenbeständen vorgesehen.

So können nicht nur Verknüpfungsmerkmale zu Fachdatenbanken in ALKIS® gespeichert werden. Bei Neuentwicklungen von Fachdatenbanken kann auch in unterschiedlichem Umfang die Modellierung des AAA-Konzeptes genutzt werden. Damit kann der eigene Entwicklungsaufwand beträchtlich gesenkt und zugleich ein hohes Maß von Kompatibilität sicher gestellt werden.

Bei der Entwicklung von Fachinformationssystemen bietet es sich besonders dann an auf dem 3A-Schema aufzusetzen, wenn
- das Fachschema Objektarten des AAA-Konzeptes der AdV verwendet
- die Objektarten des AAA-Konzeptes auch für das Fachinformationssystem relevante Informationen modellieren
- die Softwaretools aus der AAA-Entwicklung auch für das Fachinformationssystem genutzt werden sollen. zum Seitenanfang


Wo und wie kann ich Detailinformationen zu ALKIS® einsehen?

In der einschlägigen Fachliteratur sind viele Beiträge zum AAA-Konzept erschienen. Für Detailinformationen empfehlen sich darüber hinaus folgende Web-Seiten:
www.adv-online.de externer Link
www.geobasis.nrw.de externer Link
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Was bringt dem Nutzer eine "Geodateninfrastruktur"?

Geodateninfrastruktur Eine Geodateninfrastruktur lässt sich nur erzielen, wenn die in die Struktur eingebundenen Geoinformationssysteme allgemein zugänglich und interpretierbar sind. Das erfordert, dass die Geodaten in ihrem Gesamtumfang genormt sind. Darüber hinaus müssen die Geodatenbestände für Interoperabilität und Interaktionen offen sein. Weiter sind Metadaten erforderlich, die den Inhalt der jeweiligen Datenbestände beschreiben.

Wenn Geodatensysteme, die solche Forderungen erfüllen vernetzt werden, ergibt sich eine Geodateninfrastruktur, die optimal nutzbar ist. Die verschiedenen Fachdatenbestände ergänzen sich in ihrer Aussagekraft und können so allen denkbaren Auswertungen zugeführt werden. Im Idealfall wird man künftig auf Sekundärdatenbestände verzichten können und statt dessen durch Nutzung von Web-Technologien ausschließlich verteilte Datenbanken auswerten und die Ergebnisse zusammenführen.

Fazit: Nutzer werden künftig vermehrt verteilt vorliegende Informationen dienstebasiert über das Internet auf der Grundlage sogenannter interoperabler offener Schnittstellen bereit gestellt bekommen. zum Seitenanfang


Warum sind Geodateninformationssysteme, die nach internationalen Normen aufgebaut sind für Web-Dienste besonders geeignet?

Damit Web-Dienste von allen Herstellern angeboten und bedient werden können, werden die Anforderungen an jeden Web-Dienst detailliert beschrieben. Dabei werden die internationalen Normen und Standards zu Grunde gelegt. Demzufolge können Web-Dienste umso besser bedient werden, je näher die teilnehmenden Systeme bereits auf die internationalen Normen und Standards abgestimmt sind. Nutzer werden künftig vermehrt verteilt vorliegende Informationen dienstebasiert über das Internet auf der Grundlage sogenannter interoperabler offener Schnittstellen bereit gestellt bekommen. zum Seitenanfang


Was ist die NAS?

Die NAS (Normbasierte Austauschsschnittstelle) ist die auf internationalen Normen basierende ALKIS®-Schnittstelle. Sie basiert auf XML. zum Seitenanfang


Was zeichnet Schnittstellen und Geodaten aus, die nach internationalen Normen aufgebaut sind?

Schnittstellen und Geodaten, die nach gemeinsamen, international anerkannten Regeln aufgebaut sind, können untereinander problemlos Informationen austauschen. Das gilt sowohl für den Austausch von Geofach- und Geobasisdaten untereinander als auch für die zunehmende Nutzung dieser Daten im Internet über Web-Dienste. Nutzer werden künftig vermehrt verteilt vorliegende Informationen dienstebasiert über das Internet auf der Grundlage sogenannter interoperabler offener Schnittstellen bereit gestellt bekommen. zum Seitenanfang


Welche Schnittstellen bedient ALKIS?

NAS, NBA, EDBS-"light", WLDGGB zum Seitenanfang


Durch die Einführung von ALKIS und ETRS89 wird sich vorübergehend die Zahl der möglichen Schnittstellen und Bezugssysteme erhöhen. Präferiert das Land bestimmte Schnittstellen?

Die bisherigen offiziellen Schnittstellen sind ausschließlich EDBS und BZSN (für ALK-Daten) sowie WLDGGB und WLDGE (für ALB-Daten). Die Bezugssysteme sind durch den TP-Erlass vorgegeben. Im Bereich der Katastervermessung ist bisher landesweit ausschließlich das Bezugssystem Gauß-Krüger, DHDN umgesetzt.

Bis zur Umstellung aller Katasterbehörden auf eignungsgeprüfte ALKIS-Verfahrenslösungen auf Basis des ETRS89/UTM gelten die in Satz 1 Genannten als offizielle Schnittstellen des Landes. Das heißt, dass alle Daten des Geobasisinformationssystems „Liegenschaftskataster“ abgegeben werden über EDBS, BZSN, WLDGGB und WLDGE. EDBS und WLDGGB werden im Wege der Rückmigration aus ALKIS abgeleitet, z.T. mit Einschränkungen gegenüber dem bisherigen Inhalt. Katasterämter, die ALKIS im Produktionsbetrieb führen, stellen BZSN und WLDGE nicht mehr bereit. Alle in den Schnittstellen zu übergebenden Lagekoordinaten müssen sich auf GK-DHDN beziehen, sind also erforderlichenfalls von den abgebenden Stellen aus ETRS89/UTM abzuleiten.

Mit dem Nutzer im Einzelfall zu treffende abweichende Regelungen sind möglich. Dabei ist der Nutzer darauf hinzuweisen, dass er die Daten nicht in den vom Land vorgegebenen offiziellen Schnittstellenformaten erhält.  zum Seitenanfang


Was unterscheidet die EDBS-"light“ von der „normalen“ EDBS?

Klicken Sie hier! zum Seitenanfang


Werden Web-Services von ALKIS unterstützt?

Ja; insbesondere Web Map Service (WMS) und Web Feature Service (WFS).
Unter einem Web Map Service (WMS) versteht man die Internetgestützte Erstellung von Karten innerhalb eines verteilten Geoinformationssystems (GIS). Ein WMS-Server kann Karten aus Rasterdaten und Vektordaten visualisieren Unter einem Web Feature Service (WFS) versteht man den Internetgestützten Zugriff auf Geodaten innerhalb eines verteilten Geoinformationssystems (GIS). Der WFS beschränkt sich dabei ausschließlich auf Vektordaten, wie sie in Datenbanken abgelegt werden können.

Nutzer werden künftig vermehrt verteilt vorliegende Informationen dienstebasiert über das Internet auf der Grundlage sogenannte interoperable offene Schnittstellen bereitgestellt bekommen. ALKIS® wird einer dieser Datenquellen sein. Aus ALKIS® werden die entsprechenden Schnittstellen unterstützt. zum Seitenanfang


Werden mit ALKIS die Daten genauer?

Nein.
An ALKIS-Daten können erstmals Qualitätsangaben angebracht werden. Durch den eigentlichen Umstieg auf ALKIS - Datenmigration – wird jedoch nur dort eine Qualitätssteigerung erreicht, wo erkennbare Fehler der „Altsysteme“ ALK und ALB eliminiert werden. 
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Ich arbeite über die Grenzen von Katasteramtsbezirken hinweg; wie bekomme ich gleichstrukturierte Daten?

Im Umstellungszeitraum der Katasterbehörden in NRW (max. 5 Jahre) erhalten Sie von den Stellen, die schon auf ALKIS umgestellt haben EDBS-"light", von den anderen weiterhin EDBS. Bitte beachten Sie: Bei EDBS-light ist kein Differenzupdate möglich. In Zukunft können Sie die Geobasisdaten einheitlich offline über NAS und online über die Web-Dienste WMS oder WFS beziehen. zum Seitenanfang


Brauche ich neue Software/Hardware?

Fachinformationssysteme, die Daten des Liegenschaftskatasters nutzen, erhalten nach Umstellung des Liegenschaftskatasters auf ALKIS weiterhin EDBS- und WLDGGB-Daten, wenn auch in eingeschränktem Umfang. Das Fachinformationssystem kann insofern weiter geführt werden. Dies gilt auch, wenn dem Fachinformationssystem ein Konverter vorgeschaltet wird, der in der Lage ist, die künftigen NAS- und/oder NBA-Daten für Zwecke des Fachinformationssystems auszuwerten und die ausgewerteten Daten zu konvertieren.

Zukunftsweisend ist allerdings nur der mittelfristige Umstieg auch der Fachinformationssysteme auf normbasierte GIS-Lösungen. zum Seitenanfang


Wie ist die Amtliche Basiskarte 1:5000 (früher: Digitale Grundkarte - DGK) in die ALKIS®-Verfahrenslösung einbezogen? Gibt es Schulungen zur Bedienung der ABK5-Komponenten?

Im Zuge der Katastermodernisierung tritt die ABK5 an die Stelle der DGK. Inhaltlich entspricht die ABK5 der DGK.

So, wie die DGK Bestandteil des Datenbestandes der Automatisierten Liegenschaftskarte (ALK) ist, wird in ALKIS® die ABK5 eine Untermenge des Geobasisinformationssystems Liegenschaftskataster. Die Erfassung der Objekte der ABK5 erfolgt - fachlich - wie für die DGK. Für die Überführung nach ALKIS® kommen neue (ALKIS®-) Werkzeuge zum Einsatz.

Die Ableitung einer analogen (oder gerasterten) Ausgabe der ABK5 aus ALKIS® erfolgt durch das Präsentationssystem der jeweiligen Verfahrenslösung. Durch die Herstellerfirmen sind hier Präsentationssysteme mit Funktionen bereit zu stellen, die etwa denen des bisherigen MAP (für den ALK-GIAP) entsprechen.

Schulungen auf den neuen ALKIS®-konformen Systemen sind vertraglich mit der Beschaffung zu vereinbaren. Diese Schulungen werden sich im Allgemeinen nicht auf die Benutzung der ABK5-Schale beschränken. Hilfreich dürfte es sein, wenn die Katasterbehörden sich frühzeitig testweise, z.B. in Anwendergemeinschaften, mit der Bedienung von ALKIS®-Verfahrenslösungen vertraut machen.  zum Seitenanfang


Werden die bestehenden Rechtsvorschriften beibehalten? Wird es neue geben? Wann wird es diese geben?

Die bestehenden Rechtsvorschriften (VermKatG NRW und DVOzVermKatG NRW beschreiben systemneutral Führung und Inhalt von Geobasisinformationssystemen. Sie bedürfen aus Anlass der Umstellung auf ALKIS keiner Änderungen.

Die Verwaltungsvorschriften für das Liegenschaftskataster sind ausgerichtet auf die durch die Programmsysteme ALB und ALK ausgerichteten Inhalte und Schnittstellen. Daneben bestehen einige Vorschriften für die Führung und Benutzung der konventionell geführten Katasterkarten und -bücher, soweit diese noch benötigt werden (die digitale Liegenschaftskarte ist noch nicht zu 100% erstellt).

Für Katasterbehörden, die den Produktionsbetrieb auf eine ALKIS-Verfahrenslösung umgestellt haben, werden alle oben genannten Vorschriften entfallen. Sie werden ersetzt durch einen „ALKIS-Erlass“, der an die Stelle des Einrichtungserlasses und des Fortführungserlasses treten wird. Dieser Erlass wird weitgehend auf die GeoInfoDok der AdV und die dazu für NRW erarbeiteten Vorgaben verweisen. Dadurch werden weitere z.Z. noch bestehende Sonderdrucke, wie z.B. der Flurkartenerlass oder der Schätzungskartenerlass entfallen. Der ALKIS-Erlass wird damit indirekt zu einer Vorschriftenbereinigung führen. Dieser Erlass wird Grundlage sein für die Ende 2008 auf breiter Ebene zu erwartende Umstellung auf den ALKIS-Produktionsbetrieb.  zum Seitenanfang


Sind die bisher gültigen Vorschriften auf ALKIS anwendbar?

Die Vorschriften zur Erfassung der Geobasisdaten bleiben von der Umstellung auf ALKIS fachlich im Wesentlichen unberührt. Neue technische Regelungen wird es für die Übergabe und Übernahme der Daten in das ALKIS geben.

Die fachlichen Vorgaben bei der Führung der Geobasisdaten des Liegenschaftskatasters werden keine grundlegende Änderungen erfahren, gleichwohl macht es Sinn, sie auf den neuen Standard auszurichten und dabei nach Möglichkeit zu straffen.

Unberührt hiervon muss die Datenerfassung künftig auf Grundlage des Bezugssystems ETRS89 / UTM erfolgen.  zum Seitenanfang


Wie sehen die Fortführungsmitteilungen etc. an Eigentümer, Grundbuchämter etc. aus? Wird es noch Fortführungsbelege wie bisher geben?

Mit ALKIS werden die bisherigen Zeichenvorschriften durch einen umfangreichen Signaturenkatalog-NRW abgelöst. Dieser dient den Herstellern als Vorlage für die Realisierung der vorgeschriebenen Analogausgaben bei Benutzung des Geobasisinformationssystems Liegenschaftskataster (ALKIS-Verfahrenslösung). Der Signaturenkatalog stellt nicht nur auf die Vorschriften für die Ausgestaltung kartographischer Produkte ab sondern - neu - auch auf die Gestaltung der buchmäßigen Nachweise wie Flurstücksnachweis, Eigentümernachweis oder Bestandsnachweis. Die hierfür erforderlichen Prozesse sind in der GeoInfoDok bzw. in den Ergänzungen für das Land beschrieben. Sie sind Bestandteil der Benutzungskomponente, die eben-falls der Eignungsprüfung aller ALKIS-Verfahrenslösungen unterliegt.

Ähnliche Prozesse sind bzw. werden in ALKIS für den Fortführungsnachweis und die verschiedenen Fortführungsmitteilungen realisiert. Sie werden beim Durchlaufen der ALKIS-Fortführungsprozesse automatisch erstellt.

Der Signaturenkatalog NRW kann in seinem derzeitigen Arbeitsstand eingesehen werden unter http://www.bezreg-koeln.nrw.de externer Link.
Zur Dokumentation der Fortführungsfälle wird es auch künftig Fortführungsbelege geben. Detaillierte Vorgaben hierzu stehen noch aus.  zum Seitenanfang